Marlen – warum ich am Campus studiere

Hey das Thema ist in meinem Leben aufgetaucht vor 10 Jahren als ich mit meinem Sohn auf die Wagenburg Pankgrafen e.V. gezogen bin und diese da betrieben Permakultur. So richtig wurde mir nicht klar was das ist, kam mir eher kaotisch vor und ich hatte auch nicht so freie Interessenkapazitäten um da tiefer nachzuforschen, da ich mitten in meiner Diplomarbeit zur Mode-designerin war. Wärend meines Studiums habe ich mich mit Baumwollanbau, Naturtextilien und Pflanzenfarbstoffen beschäftigt und in Indien für ein Designlabel die Kollektionen in Produktion begleitet. Zum Ende meiner Designertätigkeit da wurden die Produktionsbedingungen katastrophal und ich beschloss meine eigene Kollektion umzusetzen in politisch, ökologisch und sozial korekt so gut es nur geht. War eine super Erfahrung. Ich habe mit einem fairtrade Frauenprojekt in Nepal aus pflanzengefärbten Naturfasern eine Kollektion umgesetzt. Dann später als mein Sohn zur Schule kam fanden wir eine gute freie Schule in der Uckermark und sind richtig raus aufs Land gezogen. Mit Garten und Gemeinschaft gründen, Jurten bauen, Wurmkompost anlegen, Kompostklos bauen,gemeinsame Lebensmittelversorgung und so weiter so lange bis wir uns übelst verstritten und mit Hilfe von konfliktlösender medialer Hilfe doch im Guten auseinandergehen konnten. Im Wendland hat sich dann gerade diese Wohngemeinschaft in der wir seit 4 Jahren leben gegründet. Haus bewohnbar machen, ankommen und mal mich selbst fragen nach Struktur in meinem gefühlten Chaos von alternativem Lebenswillen. Irgendwann habe ich die Oya-Zeitschrift für uns aboniert und die haben hinten immer einen Permakulturteil. Gehört habe ich ja schon des öfteren von dieser Kultur und dann hat ein befreundeter Besucher unserer WG vom Permakulturgarten und der Ausbildung zum Permakulturgestalter in Hamburg erzählt. Und ich habe gecheckt, dass das Thema die ganze Zeit auch schon Teil meiner Lebenvorstellung ist. Dann war Zeit und Geld da und ich habe den Permakultureinführungskurs besucht. Die Vorraussicht auf tiefe Erkenntnisse von Menschen, die schon lange auf dem Pfad sind, Anleitung zur praktischen Umsetzung und das Arbeiten mit der Methodik zur Schaffung von neuen Strukturen hat dann die Entscheidung für mich leicht gemacht. Es gab ja noch die Wahl die Ausbildung in Eigenarbeit durchzustudieren oder die geführte Ausbildung am Campus zu machen. Da ich in meinem Alltag wenig Raum habe für exessive Selbstdiziplin habe ich mich für den rundum begleiteten Weg entschieden.